Archiv der Kategorie '30.03.: Kein Vergeben - Kein Vergessen'

Audiobeitrag: Diskussions- und Gedenkveranstaltung zum Mord an Mehmet

Im folgenden präsentieren wir einen Audiomitschnitt der vom „Antifa-Camp Dortmund“, im August 2012, organisierten „Diskussions- und Gedenkveranstaltung zum Mord an Mehmet Kubaşık“.

Aus dem Ankündigungstext:

„Am 4. April 2006 wurde Mehmet Kubaşık in seinem Kiosk in der Mallinckrodtstr. vom „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) ermordet.

Die Familie Kubaşık organisierte mit der kurdischen alevitischen Gemeinde einen Trauermarsch. Sie vermuteten die Täter im Nazi-Spektrum. Die staatlichen Behörden (Polizei, Staatsanwaltschaft, Geheimdienste) ermittelten ausschließlich in Richtung des Opfers, seiner Familie und Freund_innen. Eine breite öffentliche Solidarisierung mit der Familie blieb aus.
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Das Mobimaterial ist da!

Flyer und Plakate für die Demonstration am 30.03. sind angekommen. Wenn ihr welche haben wollt, schreibt uns eine Email!

Update 19.3.:
Für Blogs und Homepages gibt es jetzt auch animierte GIF-Banner. Die Dateien mit einem Code zum Einbinden findet ihr in unserer Material-Sektion.

PM: Demonstration gegen rechte Gewalt am 30.03. in Dortmund

Dortmund, 14.03. Unter dem Motto „Kein Vergeben – Kein Vergessen“ wollen antifaschistische Gruppen am 30. März gegen rechte Gewalt demonstrieren und an die durch Neonazis in Dortmund ermordeten Menschen gedenken. Start der Demonstration ist um 13:00 Uhr am Hauptbahnhof. (mehr…)

Kein Vergeben, kein Vergessen – Demo am 30.03.

Fünf Menschen wurden seit dem Jahr 2001 in Dortmund von Neonazis ermordet. Zahlreiche schwere Übergriffe auf Migrant_innen und Nazigegner_innen, Anschläge auf Parteibüros und Wohnhäuser haben in den letzten Jahren die Aufmerksamkeit auf das Dortmunder Naziproblem gelenkt.

Ende August 2012 war es dann so weit. Nach Jahren des Verharmlosens, Wegschauens und Ignorierens hat der staatliche Repressionsapparat zugeschlagen und den “Nationalen Widerstand Dortmund” (NWDO) verboten. Doch wer geglaubt hat, hier fände mehr statt als ein symbolischer Schlag gegen Nazistrukturen, sieht sich getäuscht. In den letzten Monaten haben die Dortmunder Neonazis ihre Struktur unter dem Dach der Partei “Die Rechte” wieder aufgebaut.

Auch über Dortmund hinaus standen im vergangenen Jahr Morde von Neonazis im Fokus der Öffentlichkeit. Seit Ende 2011 die Mordserie des “Nationalsozialistischen Untergrunds” (NSU) aufgedeckt wurde, überschlagen sich Politiker_innen und Beamt_innen mit Lippenbekenntnissen zum Kampf gegen Rechts und der Aufklärung der Mordserie. Die Realität ist freilich eine andere. Akten werden vernichtet, Aussagen vor den Untersuchungsausschüssen verweigert, bei den Expert_innen aus Verfasschungsschutz und Polizei machen sich erstaunliche Gedächtnislücken breit. Der Apparat, der den NSU ermöglicht hat, verwischt seine Spuren vor den Augen der Öffentlichkeit.

Grund genug für uns erneut auf die Straße zu gehen. Am 30.03. wollen wir an Mehmet Kubasik, Thomas “Schmuddel” Schulz und alle anderen Opfer rechter Gewalt erinnern. Sämtliche Infos zur Demonstration findet ihr auf diesem Blog.