Archiv der Kategorie '30.03.: Kein Vergeben - Kein Vergessen'

Demo 30.03.: Redebeiträge als Reader

Die Demonstration gegen rechte Gewalt liegt nun fünf Tage zurück. In diesem Jahr haben wir viele Nachfragen, wegen der auf der Demo gehaltenen Redebeiträge bekommen. An dieser Stelle freuen wir uns, Euch einen kleinen Reader mit den Redebeiträgen präsentieren zu können.

Den Reader könnt ihr als .pdf hier herunterladen.

In den einzelnen Reden geht es um:

  • Die Rolle der Stadt Dortmund und ihre spezielle Form der Extremismustheorie.
  • Der zweite Beitrag thematisiert die Skinheadfront Dortmund-Dorstfeld und ihre Mitglieder, die in letzter Zeit vor Gericht standen.
  • Drei Redebeiträge setzen sich mit Straßennamen und ihrer geschichtlichen Aufladung auseinander.
  • Die beiden letzten Reden setzen sich mit dem NSU auseinander, in einem wird der NSU-Mord in Dortmund thematisiert. Der andere übt eine (Selbst)Kritik an der linken Szene im Komplex NSU.

Wir freuen uns über konstruktive Kritik und eine kritische Auseindersetzung mit den Redebeiträgen. Viel Spaß beim Lesen!

PM: 250 autonome AntifaschistInnen erinnern an Opfer rechter Gewalt

Am Samstag, den 30.03.2013 demonstrierten circa 250 autonome Antifaschisten in Dortmund. Die Demonstration unter dem Motto: “Kein Vergeben, Kein Vergessen – Für einen kritischen Antifaschismus und Solidarität!” zog lautstark und kämpferisch durch die Innen- und Nordstadt. Die Demonstranten erinnerten damit an die Ermordung des Punks Thomas “Schmuddel” Schulz und des Kioskbesitzers Mehmet Kubaşık. Thomas Schulz wurde am 28.3.2005 von einem Nazi erstochen, weil er dessen rechte Sprüche nicht unkommentiert stehen lassen wollte. Mehmet Kubaşık wurde am 4. April 2006 in seinem Kiosk von Mitgliedern der Naziterrorzelle “Nationalsozialistischer Untergrund” erschossen. (mehr…)

Infoupdate #4

+++ Bericht von der Mahnwache für Thomas „Schmuddel“ Schulz bei der Autonomen Antifa 170. +++ Während die Gedenktafel für Schmuddel immer noch verschleppt wird, gibt es in Berlin demächst eine Silvio-Meier-Straße. +++ Nächster Nazi verurteilt: [Antifa Union] twittert +++ Morgen wirds kalt: maximal 4°C, aber vermutlich trocken: [Wetterbericht]. +++

Der Mord an Thomas “Schmuddel” Schulz

Heute vor acht Jahren erstach Sven Kahlin, ein damals 17-jähriger Angehöriger der Skinheadfront Dortmund-Dorstfeld, den Punk Thomas Schulz. Schulz, den seine Freunde „Schmuddel“ riefen, wurde erstochen, weil er den Skinhead wegen rechter Sprüche zur Rede stellte. Im Urteil, zu lesen bei der [Antifa Union]) wurde dieser Tathintergrund zwar beschrieben, als Tatmotiv wollte das Gericht Kahlins neonazistische Einstellung allerdings nicht sehen.

Der Tod von Schmuddel ist einer der folgenschwersten Angriffe von Neonazis in der jüngeren Geschichte Dortmunds. Der Tod eines Menschen sticht zwischen den anderen Überfällen, Sachbeschädigungen und der Hetze, mit der die Neonazis ihre Opfer überziehen, heraus. Neonazis stellen eine stete Bedrohung für Linke, Migrantinnen, Obdachlose und andere gesellschaftlich marginalisierte Gruppen dar – in Dortmund töteten sie seit 2001 fünf Menschen. Das macht betroffen.

Am 2. April 2005, fünf Tage nach dem Mord, demonstrierten in Dortmund 4000 Menschen gegen rechte Gewalt. Seitdem finden zu jedem Jahrestag Kundgebungen und Demonstrationen statt. Es ist die Aufgabe aller Antifaschisten, immer wieder auf die mörderischen Konsequenzen der rechten Ideologie hinzuweisen. Thomas Schulz und die 182 anderen bekannten Opfer rechter Gewalt dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Sie sind das wichtigste Argument gegenüber denjenigen, die rechten Terror kleinreden und ignorieren wollen.

Wir fordern deswegen die Errichtung einer Erinnerungstafel am U-Bahnhof Kampstraße. Dort, im Zentrum Dortmunds, wurde Thomas Schulz ermordet, und dort muss immer wieder darauf hingewiesen werden.

Infoupdate #3

+++ Kompletter Aufruf online +++ !!! WICHTIG: DEMO STARTET AM PLATZ VON AMIENS – 1 MINUTE VOM HBF ENTFERNT !!! +++ Woche gegen Rassismus in Dortmund u. a. mit Demo für Mehmet Kubaşık +++ Schönen Gruß an Matthias Deyda; Der Die Rechte-Aktivist muss für 1 1/2 Jahre in den Knast +++ Stadt legt Berufung gegen Nazi-(Ex-)Feuerwehrchef Schäfer ein [Ruhrnachrichten] +++ Naturfreunde und Grüne stellen sich am Samstag den Nazikundgebungen entgegen. +++

Update und Termine in den nächsten Tagen

Am morgigen Donnerstag, den 28. März, jährt sich der Mord an Thomas „Schmuddel“ Schulz zum 8. Mal. Antifaschistische Gruppen aus Dortmund fordern anlässlich des Todestages eine Anerkennung des Toten als Opfer rechter Gewalt und die Verwirklichung der seit Jahren versprochenen Gedenktafel. Doch das ist nicht das einzige was sich in Dortmund gerade ereignet. In diesem Artikel findet ihr die wichtigsten Infos aus den letzten und für die kommenden Tage. (mehr…)

PM: Antifaschisten erinnern an ermordeten Punk

Dortmund. Am Donnerstag, den 28. März, jährt sich zum achten Mal der Mord an Thomas “Schmuddel” Schulz. Der Punk wurde am Ostermontag 2005 von dem Neonazi Sven Kahlin in der U-Bahn-Station Kampstraße erstochen. Wie in den letzten Jahren erinnern Antifaschisten mit einer Kundgebung am Jahrestag und einer Demonstration am darauf folgenden Samstag an den Toten. (mehr…)

Infoupdate #2

+++ 28. März, 18:00: Mahnwache am Tatort Kampstraße, Erinnern an Thomas „Schmuddel“ Schulz. Infos beim BDGR. +++ 29. März: Gedenken an die 1945 in der Bittermark ermordeten Zwangsarbeiter und Widerstandskämpfer. Infos beim Internationalen Rombergpark-Komite. +++ Nazis melden 3 Kundgebungen parallel zu unserer Demo an. Infos bei der Antifa Union. +++

Aufruf: Kein Vergeben – Kein Vergessen

Aufruf zur Demonstration am 30.03:

Rechte Gewalttaten haben in den letzten Jahren ihre Spuren in der gesamten BRD hinterlassen. Nicht nur der Terror des „Nationalsozialistischen Untergrunds“, sondern mindestens 189 Tote und zahlreiche Brand- und Bombenanschläge sowie unzählige Verletzte zeugen vom Hass der Neonazis auf diejenigen, die ihnen als Feind_innen gelten.

Dortmund war und ist Brennpunkt der rechten Szene und Schauplatz zahlreicher rechter Gewalttaten. Seit 2001 töteten Neonazis hier fünf Menschen, überfielen linke und migrantische Treffpunkte, verübten Anschläge auf Wohnhäuser und Parteibüros – der physische und psychische Terror stellt eine ständige Bedrohung für diejenigen dar, die nicht in das menschenverachtende Gesellschaftskonzept der Neonazis passen.

Anlässlich der Morde an Thomas „Schmuddel“ Schulz (28.03.2005) und Mehmet Kubaşık (04.04.2006) wollen wir auf die Straße gehen. Wir wollen dafür sorgen, dass die Morde nicht in Vergessenheit geraten. Wir sind wütend über die fortlaufende Verharmlosung rechter Gewalttaten, wütend auf die Stadt, die Widerstand gegen die Nazis simuliert, aber bis auf zahnlose Verbote nichts zu bieten hat, mehr noch auf den Verfassungsschutz, der die Mörder von Mehmet Kubaşık gedeckt und materiell unterstützt hat.

Uns geht es nicht darum, stellvertretend für Betroffene und Angehörige Trauerzeremonien abzuhalten oder in ihrem Namen zu sprechen, sondern die Umstände, unter denen Morde und Übergriffe stattfinden, zu benennen und bekämpfen. (mehr…)

Infoupdate #1

+++ Verfassungsschutz konkret in den Mord an Mehmet Kubasik verstrickt?
DerWesten berichtet. +++ Der NSU und das antifaschistische Schweigen: Phase Zwei +++ Am 13.04. nach München auf die bundesweite Antifa-Demo geht auch aus‘m Pott! Mehr Infos! +++ Same procedure as every Demo: sogenanntes Koop-Gespräch mit „Team Green“ ist gelaufen und wir werden an den von uns gewünschten Orten vorbeilaufen +++ Neue Informationen über das NSU-Netzwerk aufgetaucht, ein Grund mehr am Samstag am Start zu sein! +++