Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Umbau – Archiv – Weiter geht’s

Alter Blog, neue Kampagne. Mal wieder wechselt dortmund.blogsport.de sein Gesicht und wird in den kommenden Wochen die Homepage für die Mobilisierung gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai 2017.

Die Beiträge zur Demo „TEN YEARS LATER…“ und anderen früheren Antifademos in Dortmund findet ihr in unserem Archiv. Der Aufruf, der Pressespiegel und das Material der Kampagne von 2015 bleiben natürlich ebenfalls erhalten.

Last Call

An dieser Stelle findet ihr noch mal alle wichtigen Infos zum 28. März:

Unsere Demonstration gegen rechte Gewalt beginnt ab 14:00 Uhr am S-Bahnhof Dortmund-Dorstfeld und wird dann durch Dorstfeld in Richtung Innenstadt laufen. Dabei werden wir auch in unmittelbarer Nähe an Wohnungen von Neonazis vorbeikommen. Schützt euch also angemessen vor eventuellen Nazifotografen.

Die Aktionen von BlockaDO beginnen bereits um 10:30 Uhr an der U-Bahnstation „Kampstraße“.

Einen guten Überblick zur gemeinsamen Anreise findet ihr hier. Nutzt am Besten die ausgegebenen Treffpunkte, um nicht alleine nach Dortmund zu fahren.

Die Neonazis mobilisieren bisher für 13:00 Uhr nach Dortmund-Huckarde und haben einen Anreise-Treffpunkt um 12:30 Uhr am Hauptbahnhof ausgegeben. Das bedeutet, dass zu der Zeit Neonazis rund um den Hauptbahnhof unterwegs sind. Bewegt euch deshalb am besten in größeren Gruppen.

Die Dortmunder Polizei hat indes bei einer Pressekonferenz mitgeteilt, sämtliche Blockadeaktionen unterbinden zu wollen und keinen Protest in Hör- und Sichtweite zuzulassen. Auch über den Ort des Naziaufmarsches hält sich die Polizei bedeckt. Bekannt gegeben hat sie nur, dass die Demonstration der Partei „Die Rechte“ nicht durch Dorstfeld laufen wird. Zudem kündigte die Polizei an, in der ganzen Innenstadt verdachtsunabhängige Kontrollen durchzuführen.

Zusammen mit BlockaDO werden wir einen Ermittlungsausschuss (EA) betreiben. Der EA richtet sich an Menschen, die von der Polizei in Gewahrsam genommen werden oder die eine Festnahme durch die Polizei beobachtet haben. Der EA dokumentiert Festnahmen und Gewahrsamnahmen, ermittelt den Verbleib der Betroffenen und stellt gegebenenfalls einen Kontakt zu Anwält_innen her. Ihr solltet uns möglichst genau Namen und Alter von festgenommenen Menschen, den Ort des Geschehens und, wenn möglich, die von der Polizei erhobenen Vorwürfe mitteilen (nicht das, was ihr oder Andere eventuell tatsächlich gemacht habt!). Meldet euch auf jeden Fall nach der Entlassung wieder telefonisch beim EA ab.

Die EA-Nummer lautet: 02318404684

Um auf dem Laufenden zu bleiben, empfehlen wir die Twitter-Accounts @antifaunion, @amzdo und @blockado_info. Bewährt hat sich zudem der Hashtag #nonazisdo.

Wenn ihr kein Twitter nutzt, gibt es für WAP-fähige Handys einen Infoticker, auf dem alle wichtigen Infos gespiegelt werden. Der Ticker lässt sich unter http://ticker.nadir.org aufrufen.

Denkt bitte bei der Nutzung von Twitter etc. daran, keine unverpixelten Fotos von Personen oder Aktionen zu verbreiten!

Zur besseren Übersicht haben wir eine Karte erstellt auf der alle wichtigen Punkte markiert sind:

Vollbildanzeige


Alle auf nach Dortmund!
Den Nazis keine Ruhe!
In Gedenken an alle Opfer rechter Gewalt!

Antifa-Demo darf durch Dorstfeld laufen

Nachdem uns die Polizei zunächst nicht eine Route durch den Ortskern von Dorstfeld genehmigen wollte, scheint sie nun doch einzulenken. Wir hatten das Verbot bereits heute in einer ersten Pressemitteilung kritisiert. Wir dokumentieren an dieser Stelle nun unsere zweite Pressemitteilung:

Polizei erlaubt Demonstration in Dorstfeld doch

Eine von der „Antifaschistischen Union Dortmund“ (AUDO) für den 28. März angemeldete Demonstration zum Gedenken an Thomas „Schmuddel“ Schulz darf nun doch die ursprünglich angemeldete Route zum größten Teil laufen. Dies bestätigte uns heute Nachmittag überraschend die zuständige Abteilung der Polizei Dortmund. „Es wäre auch ein fatales Zeichen in Richtung der Neonazis gewesen, wenn antifaschistischer Protest in Dorstfeld unsichtbar geblieben wäre. Es ist zudem schade, dass die Polizei diesen erst dann möglich macht, nachdem öffentlicher Druck aufgebaut wurde“, kritisiert Michael Laskowiak, Pressesprecher der AUDO.

Die Polizei hatte zunächst in Kooperationsgesprächen deutlich gemacht, dass diese Strecke so nicht möglich sei und die Demonstration nicht den
Wilhelmplatz passieren dürfe. Als Grund gab sie an, dass der Schutz der Versammlung, auch wegen eines parallel stattfindenden Naziaufmarsches
der Partei „Die Rechte“, nicht ausreichend gewährleistet werden könne und zudem die Gefahr einer Eskalation drohe.

Michael Laskowiak erklärt hierzu: „Nachdem uns vonseiten der Polizei eine Demonstration durch den Ortskern von Dorstfeld nicht zugesprochen
wurde, scheint sie nun einzulenken. Das Argument, dass unsere Demonstration zur Eskalation beitragen würde, konnte von der Polizei offenbar nicht mit tatsachengestützten Anhaltspunkten untermauert werden und basierte auf reinen Mutmaßungen.“

Möglicherweise hängt die Wendung bei der Polizei Dortmund auch damit zusammen, dass die AUDO eine Klage angekündigt hatte, sofern die Route nicht wie angemeldet gelaufen werden darf. Die Demonstrationsroute verläuft nun von der S-Bahn-Haltestelle Dortmund-Dorstfeld durch den Ortskern von Dorstfeld, vorbei am Wilhelmplatz, und führt dann in die Innenstadt zur Haltestelle Kampstraße – dem früheren Tatort.

Pressereaktionen:

Rechtsextreme und Nazi-Gegner demonstrieren in Dorstfeld (Ruhr Nachrichten)

Geht doch: Polizei erlaubt Demonstration in Dorstfeld (Ruhrbarone)

3. PM: 500 Menschen demonstrieren gegen rechte Gewalt und Nazistrukturen – Polizei verhindert Sichtschutz gegen Nazi-Fotografen

Dortmund. Rund 500 Personen nahmen heute in der Innenstadt an einer Demonstration gegen Neonazis und rechte Gewalt teil. Die Veranstaltung wurde anlässlich des 9. Jahrestags der Ermordung von Thomas „Schmuddel“ Schulz organisiert. Die Route des Aufzugs führte vom Hauptbahnhof zum Wilhelmplatz nach Dorstfeld. Eine Zwischenkundgebung fand vor dem ehemaligen Nazi-Zentrum an der Rheinischen Straße statt.

„Mit 500 TeilnehmerInnen war die heutige Demonstration ein Erfolg. Wir setzen darauf, dass sich uns am 1. Mai zahlreiche DortmunderInnen anschließen werden, um den Naziaufmarsch zu verhindern“, so die Pressesprecherin der Veranstalter, Hanna Piehl. Zahlreiche Menschen machten sich heute auf den Weg von der Dortmunder Innenstadt in den von zahlreichen Neonazis bewohnten Stadtteil Dorstfeld.

Unverständlich bleibt allerdings, warum die Dortmunder Polizei es verhindert hat, dass sich die DemonstrantInnen wirkungsvoll gegen Nazi-Fotografen schützen konnten. Bereits seit Jahren veröffentlichen Dortmunder Neonazis Fotos im Netz, häufig zusammen mit Informationen über den Wohnort und das private Umfeld der Betreffenden. „Um zu verhindern, dass an der Demonstrationsroute wohnende Neonazis Portraitfotos von den Demoteilnehmern anfertigen können, hatten sie Sonnenschirme mitgebracht“, so die Pressesprecherin der Veranstalter. Die Polizei verbot allerdings die Schirme in Dorstfeld aufzuspannen. Dazu erklären die Veranstalter: „Wenn die Polizei gewährleisten würde, dass die Nazis keine Fotos machen können, wäre dies nicht notwendig gewesen. Angesichts zahlreicher Fälle rechter Gewalt in Dortmund ist es ein legitimes Anliegen, dass sich Menschen dagegen schützen wollen.“ Mit diesem Verhalten begünstigt die Polizei nicht nur das Vorgehen der Neonazis, sondern sie bringt bewusst Menschen, die gegen Rassismus auf die Straße gehen, in Gefahr.

„Es gilt, weiterhin wachsam gegen rechte Gewalt zu sein. Auch nach dem Verbot der Kameradschaft ‚NWDO‘ sind die Neonazis aktiv“, so Piehl. Daher müsse antifaschistisches Engagement in Dortmund einen langen Atem haben. „Die heutige Demonstration war ein wichtiges und lautstarkes Zeichen gegen rechte Gewalt“, so das Fazit von Hannah Piehl.

2. PM zur Zwischenkundgebung

Etwa 350 Menschen demonstrieren aktuell in Dortmund gegen rechte Gewalt und Nazistrukturen. Auf der Rheinischen Straße findet gerade eine Zwischenkundgebung statt. „Es waren AntifaschistInnen, die öffentlich machten, dass die Neonazis das Haus mit der Nummer 135 kaufen wollten. Antifaschistisches Engagement ist und bleibt eine Notwendigkeit in Dortmund!“, so Hanna Piehl, Pressesprecherin der Veranstalter.

Jahrelang nutzten Neonazis das Haus für wöchentliche ‚Kameradschaftsabende‘, Vortragsveranstaltungen und Partys. Die Stadt Dortmund hat das Haus zwischenzeitlich erworben und hat hier ein Jugendzentrum eingerichtet.

1. PM zum Start der Demonstration

350 AntifaschistInnen demonstrieren gegenwärtig in der Dortmunder Innenstadt anlässlich des 9. Jahrestags der Ermordung von Thomas „Schmuddel“ Schulz gegen Neonazis und rechte Gewalt. Soeben setzte sich am Hauptbahnhof der Demonstrationszug in Bewegung. Ziel ist der westlich der Innenstadt gelegene Stadtteil Dortmund-Dorstfeld, in dem zahlreiche Neonazis wohnen.“Wir freuen uns, dass so viele Menschen gegen rechte Gewalt auf die Straße gehen“, äußert sich Hannah Piehl, die Pressesprecherin der Veranstalter.

Bereits gestern Abend hatten 50 AntifaschistInnen an der U-Bahnstation Kampstraße an die Emordung von „Schmuddel“ erinnert. Der 32-jährige Punk war hier am 28. März 2005 von dem Neonazi Sven Kahlin erstochen worden, nachdem er dessen politische Einstellung kritisiert hatte.

Gemeinsame Anreise zur antifaschistischen Demo

Aus dem Ruhrgebiet und Münster wird es eine organisierte Anreise zur antifaschistischen Demonstration am 29.03.2014 in Dortmund geben.
Folgende Züge können für eine gemeinsame Anreise genutzt werden.

Aus Müns­ter wird es eine ge­mein­sa­me An­rei­se mit dem Zug geben. Treff­punkt ist um 12:25 Uhr auf Gleis 17 im Hbf Müns­ter.

Für die gemeinsame Anreise aus dem westlichen Ruhrpott empfehlen wir euch den RE 6, der um 13.14 in Duisburg, um 13.20 in Mülheim, um 13.29 in Essen und um 13.40 Uhr in Bochum abfährt.

Gedenken an Thomas „Schmuddel“ Schulz

Das Dortmunder Bündnis gegen Rechts organisiert auch dieses Jahr wieder eine Kundgebung im Gedenken an Thomas „Schmuddel“ Schulz.

>>Wie in jedem Jahr seit 2005 gibt es am Freitag, dem 28. März 2014, eine Gedenkstunde für Thomas Schulz aus Dortmund. “Schmuddel”, wie er von seinen Freunden genannt wurde, war am 28. März 2005 in der U-Bahn-Haltestelle Kampstraße von einem Mitläufer der neofaschistischen Szene in Dortmund erstochen worden. Die Gedenkstunde beginnt um 18.30 Uhr am U-Bahnhof Kampstraße, oberirdisch.<<

Mobivideo


Erinnern heisst kämpfen! from AUDO on Vimeo.

Warum wir demonstrieren!

Antifa Demo Dortmund Seit dem Mord an Thomas “Schmuddel” Schulz durch den Neonazi Sven Kahlin im Jahre 2005 demonstrieren jährlich Ende März/Anfang April mehre hundert Menschen in Dortmund gegen rechte Gewalt und für eine aktive Erinnerung an die Opfer rechter Gewalttaten. Dabei ist die Antifa-Demo in Dortmund eine der letzten NRW-weiten antifaschistischen Demonstration, bei der nicht gegen einen Aufmarsch von Neonazis demonstriert wird, sondern versucht wird, die eigenen Inhalte nach außen zu tragen. In den vergangenen Jahren gab es daher immer wieder Aufrufe mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten. Der Gründe warum wir auf die Straße gehen und demonstrieren sind dabei immer dieselben geblieben:

- Mit der Demonstration wollen wir ein aktives Erinnern an die Opfer rechter Gewalt in Dortmund schaffen. Wir wollen nicht bei einem in sich gekehrten Gedenken (Schweigeminuten, Kranzniederlegungen) verharren, sondern lautstark unserer Wut und Trauer Ausdruck verleihen.

- Wir möchten es auch Menschen ermöglichen an einer Antifa-Demo teilzunehmen, die nicht das Ziel hat, irgendwo “durchzubrechen” oder einen Naziaufmarsch zu verhindern.

- Wir wollen uns kurzfristig den öffentlichen Raum aneignen und eigene linksradikale Themen nach außen transportieren. Wir haben nämlich einiges zu kritisieren an lokaler Stadtpolitik und auch an Kapitalismus, Staat und Nation. Uns geht es dabei mehr als nur um einen “Gegen Nazis!”-Konsens.

- Gerade in Dortmund, wo es eine große rechte Szene gibt, ist es unserer Meinung nach unabdingbar, diesen Umstand regelmäßig und offensiv zu skandalisieren. Wir wollen dadurch gesellschaftlichen Druck aufbauen, der auch andere zum Handeln bewegt. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass dies möglich ist. Zufrieden sind wir aber noch lange nicht!

- Darüber hinaus finden wir es wichtig und bitter nötig, sich zu organisieren um etwas gegen die Zumutungen der kapitalistischen Gesellschaft und deren Ideologien wie Rassismus und Antisemitismus zu unternehmen. Wir denken, dass eine gute Demonstration auch die Möglichkeit bietet, selbst den Mut zu entwickeln, sich zu organisieren und linke Politik und Kritik zu betreiben.

Dies sind ein paar der Gründe, warum wir es wichtig finden, auf Demos zu gehen und selbst welche zu organisieren.

Wenn ihr ansonsten Interesse habt, euch zu organisieren oder Hilfe dabei braucht, stehen die lokalen Antifa-Gruppen euch gerne mit Rat und Tat zur Seite. Oder ihr besucht einfach das monatlich stattfindende “Antifa-Café” in Dortmund.

“Von nix, kommt nix” – zusammen mehr erreichen.
Support your local Antifa!