Pressemitteilung

Die Polizei Dortmund ist derzeit nicht bereit, unsere Demonstration wie angemeldet durch Dorstfeld laufen zu lassen. Wir haben daher folgende Pressemitteilung veröffentlicht:

10 Jahre nach rechtsmotiviertem Totschlag: Polizei untersagt Gedenken an Opfer rechter Gewalt in Dortmund-Dorstfeld

Die „Antifaschistische Union Dortmund“ hat für den 28. März eine Demonstration zum Gedenken an Thomas „Schmuddel“ Schulz angemeldetet. Der Punk wurde am 28.03.2005 von dem Neonazi Sven Kahlin in der U-Bahn Haltestelle Kampstraße erstochen. Seitdem findet jährlich eine Demonstration gegen rechte Gewalt statt. Die Demonstration wird dieses Jahr, am 10. Todestag des Punks zum letzten Mal stattfinden.

Die Route sollte durch den Ortskern von Dorstfeld, vorbei am Wilhelmplatz führen. Diese Strecke wurde durch die Polizei Dortmund allerdings nicht gestattet, stattdessen soll die Demonstration über die L663 (Rheinische Straße) aus Dorstfeld hinaus führen.

Grund dafür ist die Einschätzung der Polizei, dass wegen eines parallel stattfindenden Naziaufmarsches mit anschließendem RechtsRock Konzert, mit einer Eskalation zu rechnen sei. Die Polizei Dortmund sieht sich selbst nicht in der Lage, die Demonstration und ihre Beamten an dem Tag schützen zu können.

Michael Laskowiak, Pressesprecher der Antifaschistischen Union Dortmund, meint hierzu: „Die von der Polizei angebotene Route ist nicht akzeptabel. Wir wollen durch Dorstfeld demonstrieren, um auf das Naziproblem in Dortmund aufmerksam zu machen! Es kann nicht sein, dass die Polizei Dortmund aus Angst vor Neonaziprovokationen einknickt und antifaschistischen Protest aus Dorstfeld raushalten will.“

Die Demonstration zum Gedenken an „Schmuddel“ hatte immer einen friedlichen Charakter, bei der das Erinnern an die Opfer rechter Gewalt im Vordergrund stand. Ebenso führte die Demonstration auch oft durch Dorstfeld.

„Als Gruppe haben wir kein Interesse an einer Eskalation unserer Demonstration. Wir finden es aber wichtig, auch dieses Mal dorthin zu gehen, wo die Täter rechter Gewalt wohnen!“ erklärt Laskowiak.

Aufgrund des Verhaltens der Polizei wird die „Antifaschistische Union Dortmund“ die Situation juristisch prüfen und gegebenenfalls alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um sicherzustellen dass die angemeldete Route der Demonstration auch gelaufen werden kann.

Pressereaktionen:

Dortmund: Polizei untersagt Gedenken an Opfer rechter Gewalt in Dorstfeld (Ruhrbarone)


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