PM: Der Morgen des Naziaufmarsches in Dortmund

Am Morgen des 31. 8. versammelten sich mehrere hundert Antifaschistinnen und Antifaschisten in Dortmund. An verschiedenen Punkten in der Dortmunder Innenstadt kamen Menschen aus den verschiedenen Spektren des Antinaziprotest zusammen, um sich dem Naziaufmarsch in den Weg zu stellen. Die Autonome Antifa 170, das Bündnis Dortmund stellt sich quer und Dortmund Nazifrei hatten jeweils zu Aktionen aufgerufen.

Gegen 10.45 bildete sich eine erste größere Sitzblockade in der Gerichtsstraße, die bald durch eine zweite an der Ecke Lübecker Straße und Rosa-Buchthal-Straße ergänzt wurde. Schnell waren alle Zugänge zum Gerichtsplatz, auf dem die Nazikundgebung beginnen sollte, blockiert. Die Polizei ließ es sich jedoch nicht nehmen, wieder einmal den Nazis den Weg frei zu räumen: Sie begann, die Sitzblockaden zu räumen, bevor die Nazis überhaupt komplett angereist waren. Hierbei kam es bereits zu ersten Gewahrsamnahmen und Platzverweisen gegen Nazigegner. Der Auftaktkundgebungsort der Neonazis musste auf Grund der Blockaden verlegt werden.

Tobias Schmidt, Pressesprecher der Autonomen Antifa 170, zieht insgesamt eine positive Bilanz des Vormittags: „Wir haben den Naziaufmarsch zumindest zeitweise blockiert und konnten Nazis und Polizei zwingen, den ursprünglich geplanten Auftaktort zu verlegen.“ Er wertete dies als ersten Teilerfolg und kündigte an, dass die Antifa auch im Laufe des Tages weiter dem Naziaurmarsch entgegentreten wolle. „Der Widerstand gegen die Nazis geht weiter, und wir werden trotz willkürlichen Polizeimaßnahmen weiterhin versuchen, auf die Route zu kommen und die Nazis zu stoppen. Die Nazis sollen sich warm anziehen!“