1. Mai Dortmund: Nazis stoppen

Am 1. Mai 2013 wollen Dortmunder Neonazis, die sich gezwungenermaßen aktuell in der extrem rechten Partei „Die Rechte“ organisieren, am Maifeiertag aufmarschieren. In diesem Text wollen wir euch einen Überblick über den Stand der Dinge und erste Infos zu den Gegenprotesten zur Verfügung stellen.

Zuletzt konnte ein solcher Versuch am 1. Mai 2007 durch entschlossenen antifaschistischen Protest stark eingeschränkt werden. Danach war der 1. Mai für Neonazis vorerst nicht mehr nach Dortmund zu holen. Auch der Versuch, am 1. Mai 2012 eine Demonstration in Dortmund anzumelden, musste vom Anmelder Dennis Giemsch zurückgezogen werden. Innerhalb der rechten Szene war der Unmut darüber zu groß geworden, dass die Dortmunder Kameraden versuchen wollten, neben den regelmäßigen Aufmärschen Anfang September auch noch den 1. Mai ins Haus zu holen.

Zwischen den Jahren 2007 und 2013 machten die Dortmunder Neonazis lediglich am 1. Mai 2009 von sich reden und sorgten für bundesweite Schlagzeilen, als es ihnen gelang, die organisatorische Dummheit der Dortmunder Polizei gegenüber den Neonazis auszunutzen. Damals zogen rund 400 Neonazis randalierend durch die Dortmunder Innenstadt und griffen vereinzelt Teilnehmer_innen der zentralen DGB-Demonstration an.

Die Nazi-Route
Über Details zum Naziaufmarsch ist bisher wenig bekannt. Als Treffpunkt wird der Hauptbahnhof beworben, Erfahrungen aus den letzten Jahren zeigen, dass sich der tatsächliche Verlauf der Route in den Verhandlungen der Neonazis mit der Polizei ergibt und abhängig davon ist, wie viel Protest die Polizei erwartet. Auch wenn die Polizei im letzten Jahr damit experimentiert hat, ihr genehmen Protest in die Nähe der Nazis zuzulassen, gehen wir davon aus, dass es wie immer weiträumige Absperrmaßnahmen geben wird, um den Neonazis einen Stadtteil zum ungehinderten „Aufmarschieren“ zur Verfügung zu stellen.
Wie nun bekannt wurde, wird der Dortmunder Polizeipräsident N. Wesseler wie im vergangenen Jahr ein Verbot des Naziaufmarsches anstreben. Es bleibt jedoch damit zu rechnen, dass es zumindest eine Ersatzveranstaltung der Neonazis geben wird.

Antifaschistische Demonstration und Konzert
Fest steht bis jetzt, dass die autonomen Antifa-Gruppen aus Dortmund zusammen zu einer Demonstration aufrufen, welche unter dem Motto „1. Mai Dortmund: Gegen Nazis – Gegen Lohnarbeit!“ um 10:00 Uhr in der Dortmunder Innenstadt starten wird. Für die Demonstration selbst wird es mehrere Aufrufe geben, die sich mit Themen rund um den 1. Mai beschäftigen werden.

Neben der Demonstration wird wie in den vergangenen Jahren wieder für ein Infosystem gesorgt, welches ermöglichen soll, schneller und autonomer zu handeln. Aktuelles rund um das Thema 1. Mai in Dortmund ist auf der Seite dortmund.blogsport.de zu erfahren.

Neben der Demonstration am 1. Mai hat die „Autonomen Antifa 170″ bereits für den Vorabend ein Antifa-Solikonzert organisiert. Dieses findet am 30.04. ab 19:00 Uhr im Jugendzentrum Stollenpark (Nordstadt) statt.

Wir rufen Euch auf, am 1.Mai nach Dortmund zu kommen und Euch an der kämpferischen Antifa-Demonstration zu beteiligen. Lasst uns gemeinsam linksradikale Inhalte nach außen tragen und entschlossen gegen den Naziaufmarsch vorgehen!

1. Mai Dortmund!
Gegen Nazis – Gegen Lohnarbeit!


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